SELBSTVERSTÄNDNIS

SABRA ist eine zivilgesellschaftliche Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit des Landes NRW in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Der Name SABRA ist einerseits Akronym für „Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit - Beratung bei Rassismus und Antisemitismus“, andererseits der hebräische Begriff für Kaktusfeige, welcher auch als Bezeichnung für in Israel geborene Jüdinnen und Juden verwendet wird. 

Die Arbeit von SABRA umfasst insbesondere Einzelfallberatung für Betroffene von Antisemitismus (landesweit) und Rassismus (Raum Düsseldorf), antisemitismuskritische Präventions- und Bildungsarbeit sowie Netzwerk- und Gremienarbeit auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. 

Als zivilgesellschaftliche Organisation in jüdischer Trägerschaft ist es das zentrale Anliegen von SABRA, jüdische Perspektiven, insbesondere zum Thema Antisemitismus, in allen relevanten Bereichen einzubringen und dafür zu sensibilisieren. Dies umfasst neben der Rücksichtnahme auf jüdische Feiertage und religiöse wie kulturelle Traditionen auch eine Bekämpfung jeglicher Formen von Antisemitismus in allen politischen und gesellschaftlichen Milieus. Insbesondere das Phänomen des israelbezogenen Antisemitismus als milieuübergreifende Integrationsideologie ist hier aktuell von besonderer Bedeutung. Ein differenziertes Verständnis von Antisemitismus insgesamt erfordert dabei eine klare analytische Abgrenzung von Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, ohne dass die entsprechenden Phänomene dadurch relativiert oder bagatellisiert werden sollen. 

SABRA setzt sich uneingeschränkt für das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht sowie die Souveränität Israels als jüdischer, demokratischer Staat ein. Israel ist ein Schutzraum für alle Jüdinnen und Juden weltweit. 

Für die antisemitismuskritische Bildungsarbeit und alle anderen Arbeitsbereiche von SABRA bildet die Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) eine wesentliche Grundlage. Eine Zusammenarbeit mit Einzelpersonen oder Organisationen, welche das in der IHRA-Arbeitsdefinition Antisemitismus zum Ausdruck kommende, differenzierte Verständnis von Antisemitismus nicht anerkennen, ist ausgeschlossen.