Antisemitismus als gesamtgesellschaftliche Gefahr – Beiträge zum jüdisch-muslimischen Verhältnis

Antisemitismus ist keine Randerscheinung, sondern eine Gefahr für die liberale Demokratie — und in allen Teilen der Gesellschaft verbreitet. Doch wie zeigt er sich im Alltag, welche Rolle spielen dabei auch muslimische Milieus und wie können wir als Gesellschaft gemeinsame Zeichen im Kampf gegen Antisemitismus setzen?

Ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Universität Münster) eröffnet die Auftaktveranstaltung der Vortragsreihe „Zeichen setzen gegen Antisemitismus“: Auf der Grundlage aktueller Forschung werden antisemitische Vorstellungen unter Muslim*innen und ihre Geschichte beleuchtet. Dabei geht es ausdrücklich darum, dieses Phänomen im gesamtgesellschaftlichen Kontext zu verorten und nicht als „muslimisches“ oder gar „importiertes Problem“ zu betrachten.

Im Anschluss diskutieren Stimmen aus jüdischen und muslimischen Kontexten sowie aus Wissenschaft und Politik miteinander: Wie lassen sich die beschriebenen Vorstellungen und Bilder brechen? Wo liegen Chancen für gemeinsame Projekte? Und wie können wir solidarisch einer Gesellschaft entgegenwirken, die Spaltung fördert?

Wir freuen uns über die Teilnehmenden der Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide:

  • Nina Coenen, Leiterin des Vereins Demokratielotsen e. V. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Prävention von israelbezogenem Antisemitismus, religiöser Radikalisierung und Verletzungen von Frauenrechten.
  • Ludger Hiepel, Beauftragter gegen Antisemitismus der Universität Münster. Teil seiner Arbeit ist die Initiation und Koordination präventiver Maßnahmen zur Bekämpfung von Antisemitismus.
  • Lorenz Bahr, Staatssekretär im Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration.

Wir laden Sie herzlich ein, mitzudenken, mitzudiskutieren und gemeinsam Perspektiven für ein respektvolles Miteinander zu entwickeln.

Der Abend ist Kooperationsveranstaltung von SABRA, RIAS NRW, Professur für Islamische Religionspädagogik der Universität Münster, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V. & Ev. Stadtakademie Düsseldorf — und der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.

Am 15. Januar 2026 um 18:30 Uhr im Beatrice Strauss Zentrum | Marktstraße 2 – 40213 Düsseldorf

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