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	<title>Antisemitismus Archive &#8226; Sabra</title>
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	<description>Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus</description>
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		<title>Stellungnahme zur Einführung eines Landesantidiskriminierungs-gesetzes (LADG) in Nordrhein-Westfalen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Navina Verheyen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 09:16:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Den Artikel <a href="https://www.sabra-jgd.de/aktuelles/stellungnahme-zur-einfuehrung-eines-landesantidiskriminierungs-gesetzes-ladg-in-nordrhein-westfalen/">Stellungnahme zur Einführung eines Landesantidiskriminierungs-gesetzes (LADG) in Nordrhein-Westfalen</a> am besten in ganzer Schönheit direkt auf unserer Website lesen. :)</p>
<p>Die landesgeförderten Beratungsstellen für Antidiskriminierungsarbeit in jüdischer Trägerschaft SABRA und ADIRA sowie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Nordrhein-Westfalen begrüßen ausdrücklich die Initiative zur Einführung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) in Nordrhein-Westfalen.…</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sabra-jgd.de/aktuelles/stellungnahme-zur-einfuehrung-eines-landesantidiskriminierungs-gesetzes-ladg-in-nordrhein-westfalen/">Stellungnahme zur Einführung eines Landesantidiskriminierungs-gesetzes (LADG) in Nordrhein-Westfalen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sabra-jgd.de">Sabra</a>.                                  <a href="https://www.sabra-jgd.de">Sabra - Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Den Artikel <a href="https://www.sabra-jgd.de/aktuelles/stellungnahme-zur-einfuehrung-eines-landesantidiskriminierungs-gesetzes-ladg-in-nordrhein-westfalen/">Stellungnahme zur Einführung eines Landesantidiskriminierungs-gesetzes (LADG) in Nordrhein-Westfalen</a> am besten in ganzer Schönheit direkt auf unserer Website lesen. :)</p>

<p>Die landesgeförderten Beratungsstellen für Antidiskriminierungsarbeit in jüdischer Trägerschaft SABRA und ADIRA sowie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Nordrhein-Westfalen begrüßen ausdrücklich die Initiative zur Einführung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) in Nordrhein-Westfalen. Ein solches Gesetz ist überfällig, um bestehende Schutzlücken im Antidiskriminierungsrecht wirksam zu schließen – insbesondere im Bereich der Antisemitismusbekämpfung.</p>



<p>Die Erfahrungen aus unserer Beratungsarbeit zeigen deutlich, dass die bestehenden rechtlichen Grundlagen, insbesondere das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), in der Praxis häufig nicht ausreichen, um antisemitische Vorfälle angemessen zu erfassen und zu bearbeiten. Zwar gilt das AGG auch für staatliche Stellen, soweit diese als Arbeitgeber handeln. Für das Handeln staatlicher Stellen gegenüber Bürgerinnen und Bürgern – etwa in Schulen, Behörden oder durch die Polizei – bietet es jedoch keinen umfassenden Schutz und lässt damit zentrale Schutzlücken bestehen. Zudem weist Antisemitismus spezifische Erscheinungsformen auf, die durch die im AGG geschützten Diskriminierungsgründe nur unzureichend abgebildet werden.</p>



<p>Ein zentraler Grund hierfür liegt in der Komplexität jüdischer Identität: Sie lässt sich weder ausschließlich als Religion noch als ethnische Herkunft oder Weltanschauung fassen. Zwar sind diese Diskriminierungsgründe durch das AGG geschützt, antisemitische Diskriminierung kann darüber jedoch nur eingeschränkt erfasst werden. Zudem greifen diese Schutzmechanismen auf Landesebene und im Verwaltungshandeln nicht.</p>



<p>Hinzu kommt, dass auch nicht-jüdische Personen von Antisemitismus betroffen sein können – etwa durch antisemitische Zuschreibungen. Solche Konstellationen werden im bestehenden Rechtsrahmen bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Darüber hinaus äußert sich Antisemitismus häufig nicht primär in formalen Benachteiligungen, sondern etwa in verbalen Angriffen, Ausgrenzung oder abwertenden Zuschreibungen im öffentlichen und institutionellen Raum.</p>



<p>Der vorliegende Gesetzentwurf zum LADG setzt hier wichtige Impulse: Er benennt Antisemitismus ausdrücklich als Diskriminierungsgrund und schützt vor Diskriminierung aufgrund antisemitischer Zuschreibungen. Dadurch können die vielfältigen Erscheinungsformen des Antisemitismus präziser erfasst und Betroffene wirksamer geschützt werden. Der auf Landesbehörden erweiterte Anwendungsbereich des LADG im Bereich des staatlichen Handelns bietet die Möglichkeit, Diskriminierung auch dort zu adressieren. Eine Schutzlücke im Bereich kommunaler Behörden bleibt jedoch bestehen.</p>



<p>Insgesamt ist zu betonen, dass Antisemitismus häufig in Lebensbereichen auftritt, die derzeit nicht ausreichend geschützt sind, wie in der Öffentlichkeit, im persönlichen Nahbereich, im Bildungswesen sowie in weiteren öffentlichen Institutionen. Gerade in diesen Kontexten kann das LADG teilweise dazu beitragen, bestehende Schutzlücken zu schließen und staatliche Verantwortung klarer zu definieren.</p>



<p>Positiv hervorzuheben ist in der Begründung des Gesetzes die Bezugnahme auf die Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Diese bietet eine praxisnahe Orientierung, um auch aktuelle Erscheinungsformen von Antisemitismus – insbesondere israelbezogenen und Post-Shoah-Antisemitismus – besser zu erkennen und einzuordnen.</p>



<p>Für die praktische Wirksamkeit des Gesetzes wird es entscheidend sein, Antisemitismus konsequent als eigenständige Diskriminierungsform zu verankern, auch Erscheinungsformen ohne eindeutig adressierte Betroffene (z. B. im öffentlichen Raum) mitzudenken und klare Schutz- und Handlungspflichten für staatliche Institutionen – insbesondere im schulischen Kontext – zu formulieren. Darüber hinaus sprechen wir uns für eine perspektivische Erweiterung des LADG auf Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft sowie für die Einrichtung einer Ombudsstelle auf Landesebene aus. Nur so kann ein wirksamer Umgang mit antisemitischer Diskriminierung in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und Lebensbereichen gewährleistet werden. Ebenso halten wir eine außergerichtliche Beistandschaft für den Bereich der Schulen und Hochschulen für notwendig, um Betroffene von antisemitischer Diskriminierung im Bildungswesen angemessen unterstützen zu können.</p>



<p>Die stark gestiegene Zahl antisemitischer Vorfälle seit dem 7. Oktober 2023 unterstreicht die Dringlichkeit gesetzgeberischen Handelns. Ein LADG in Nordrhein-Westfalen kann einen entscheidenden Beitrag leisten, um Betroffene besser zu schützen, institutionelle Verantwortung zu stärken und bestehende Lücken im Diskriminierungsschutz zu schließen. Nordrhein-Westfalen hätte damit die Chance, nach Berlin und Rheinland-Pfalz ein klares Signal für wirksamen Schutz vor Diskriminierung zu setzen. Ein ernsthaftes Engagement in der Bekämpfung von Antisemitismus sollte daher auch ein politisches Eintreten für die Verabschiedung eines LADG in Nordrhein-Westfalen einschließen.</p>



<p>Als spezialisierte und etablierte Fachstellen für antisemitische Diskriminierung appellieren wir an den Landtag Nordrhein-Westfalen, das Gesetzesvorhaben entschlossen voranzubringen. Im weiteren Verfahren sollten gezielt Verbesserungen vorgenommen werden, um bestehende Schutzlücken konsequent zu schließen. Ziel ist es, den Schutz vor Antisemitismus in seinen spezifischen Erscheinungsformen sowie vor anderen Formen von Diskriminierung nachhaltig zu stärken. Ebenso wichtig ist es, die Rechtsdurchsetzung dauerhaft abzusichern.</p>
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		<title>AMUDIM: Neue Plattform für Lehrkräfte von SABRA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Navina Verheyen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 08:36:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
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<p>Am 25. Februar haben wir unser Projekt AMUDIM gelauncht: eine digitale Lernplattform für antisemitismuskritische Bildungsarbeit. Der Name AMUDIM stammt aus dem Hebräischen und bedeutet ‚Grundpfeiler‘ – und genau das soll…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Den Artikel <a href="https://www.sabra-jgd.de/aktuelles/amudim-neue-plattform-fuer-lehrkraefte-von-sabra/">AMUDIM: Neue Plattform für Lehrkräfte von SABRA</a> am besten in ganzer Schönheit direkt auf unserer Website lesen. :)</p>

<p>Am 25. Februar haben wir unser Projekt AMUDIM gelauncht: eine digitale Lernplattform für antisemitismuskritische Bildungsarbeit. Der Name AMUDIM stammt aus dem Hebräischen und bedeutet ‚Grundpfeiler‘ – und genau das soll die Plattform sein: eine fachlich fundierte Grundlage für den Umgang mit Antisemitismus im schulischen Kontext.<br>Abrufbar ist das Angebot unter <a href="http://www.amudim.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">amudim.de</a> und hier:</p>



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<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://amudim.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AMUDIM</a></div>
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<p>Antisemitismus ist längst kein Randphänomen mehr. Er begegnet uns zunehmend im schulischen Alltag – in Äußerungen von Schülerinnen und Schülern, in Konflikten, in Unterrichtssituationen. Gleichzeitig stehen viele Lehrkräfte vor der Herausforderung, solche Vorfälle überhaupt zu erkennen, sie richtig einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren. Genau an dieser Stelle setzt unser Projekt AMUDIM an. Die Plattform richtet sich in erster Linie an Lehrkräfte in NRW, ist aber bewusst so konzipiert, dass sie auch bundesweit genutzt werden kann.</p>



<p>AMUDIM ist modular aufgebaut. Innerhalb der Module gibt es verschiedene interaktive Formate wie Quizze oder Zuordnungsaufgaben. <br>Besonders wichtig ist die Praxisnähe: Am Ende jedes Moduls finden Lehrkräfte weiterführende Fachliteratur, konkrete Handlungsempfehlungen sowie erprobte Methoden, die direkt im Unterricht oder im Schulalltag eingesetzt werden können. Aktuell stehen auf <a href="http://www.amudim.de"><strong>www.amudim.de</strong></a> drei Module zur Verfügung – zu israelbezogenem, islamischem und völkisch-rechtsextremem Antisemitismus, jeweils mit einem Grundlagen- und zwei Vertiefungsmodulen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="378" height="451" data-id="1712" src="https://www.sabra-jgd.de/wp-content/uploads/2026/03/screenshot-2026-03-04-143711.png" alt="Kartenansicht mit verschwommenem Davidstern auf einer Flagge, Titel Israelbezogener Antisemitismus und lila Button zu den Modulen" class="wp-image-1712" srcset="https://www.sabra-jgd.de/wp-content/uploads/2026/03/screenshot-2026-03-04-143711.png 378w, https://www.sabra-jgd.de/wp-content/uploads/2026/03/screenshot-2026-03-04-143711-251x300.png 251w, https://www.sabra-jgd.de/wp-content/uploads/2026/03/screenshot-2026-03-04-143711-180x215.png 180w, https://www.sabra-jgd.de/wp-content/uploads/2026/03/screenshot-2026-03-04-143711-360x430.png 360w" sizes="(max-width: 378px) 100vw, 378px" /></figure>



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<figure class="wp-block-image size-full is-style-default wp-duotone-unset-1"><img decoding="async" width="369" height="459" data-id="1711" src="https://www.sabra-jgd.de/wp-content/uploads/2026/03/screenshot-2026-03-04-143821.png" alt="E-Learning-Karte mit Reproduktion des antisemitischen Nazi-Blatts Der Stürmer oben, Überschrift &quot;Völkischer Antisemitismus&quot; und Button &quot;zu den Modulen&quot;." class="wp-image-1711" srcset="https://www.sabra-jgd.de/wp-content/uploads/2026/03/screenshot-2026-03-04-143821.png 369w, https://www.sabra-jgd.de/wp-content/uploads/2026/03/screenshot-2026-03-04-143821-241x300.png 241w, https://www.sabra-jgd.de/wp-content/uploads/2026/03/screenshot-2026-03-04-143821-180x224.png 180w, https://www.sabra-jgd.de/wp-content/uploads/2026/03/screenshot-2026-03-04-143821-360x448.png 360w" sizes="(max-width: 369px) 100vw, 369px" /></figure>
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<p>Es gibt bereits gute Bildungsangebote zum Thema Antisemitismus. AMUDIM geht jedoch einen entscheidenden Schritt weiter. Die Plattform orientiert sich konsequent an aktueller Antisemitismusforschung und verbindet historische Perspektiven mit heutigen Erscheinungsformen. Ein besonderer Fokus liegt auch auf Phänomenen, die im Schulalltag oft als ‚klein‘ oder randständig wahrgenommen werden, aber große Wirkung entfalten können.<br>Durch den modularen Aufbau ist AMUDIM außerdem grundsätzlich in der Lage, schnell auf neue gesellschaftliche oder politische Entwicklungen zu reagieren – sofern die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung stehen.</p>



<p>Ein besonders großer zusätzlicher Bedarf zeigt sich beim Thema Israel und dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Studien – unter anderem von Julia Bernstein – machen deutlich, dass sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schülern hier häufig über unzureichendes Wissen verfügen. Das erschwert die Einordnung antisemitischer Vorfälle mit Israelbezug erheblich.<br>Gerade wegen dieser Komplexität eignet sich das AMUDIM-Format besonders gut: Wissen wird in überschaubaren, reflektierten Einheiten vermittelt und konsequent mit antisemitismuskritischer Analyse verknüpft.</p>



<p>Gefördert wurde AMUDIM vom Ministerium für Schule und Bildung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erste Pressestimmen: </h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/antisemitismus-schule-amudim-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">WDR</a></li>



<li><a href="https://www.rtl.de/rtl-west/projekt-gegen-antisemitismus-an-schulen-nrw-bildungsministerin-stellt-neues-digitales-informationspaket-amudim-vor-id30405367.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">RTL WEST</a></li>



<li><a href="https://www.land.nrw/pressemitteilung/unterrichtsmaterialien-gegen-judenhass" target="_blank" rel="noreferrer noopener">land.nrw</a></li>
</ul>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sabra-jgd.de/aktuelles/amudim-neue-plattform-fuer-lehrkraefte-von-sabra/">AMUDIM: Neue Plattform für Lehrkräfte von SABRA</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sabra-jgd.de">Sabra</a>.                                  <a href="https://www.sabra-jgd.de">Sabra - Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus</a></p>
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