2020

Digitale SABRA-Fachtagung 2020

»Aufstand der Anständigen? Bestandsaufnahme und Blick in die Zukunft«

 

Digitaler Fachtag am 25.11.2020, 09:00-15:00 Uhr


Vor 20 Jahren rief der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder nach einem Brandanschlag auf die Synagoge in Düsseldorf zum „Aufstand der Anständigen“ auf. Doch das Medieninteresse ließ jäh nach, als sich herausstellte, dass die entlarvten Täter nicht wie zuvor angenommen dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen, sondern palästinensischer Herkunft waren. Dabei blieb es bei weitem nicht der einzige durch israelbezogenen Antisemitismus motivierte Anschlag in Deutschland. Auch in der Problembeschreibung „Antisemitismus in Nordrhein-Westfalen. Wahrnehmungen und Erfahrungen jüdischer Menschen“ benennen die Befragten Antisemitismus dieser Ausprägung am häufigsten. Trotzdem ist das Bewusstsein für diese Facette des gegenwärtigen Antisemitismus erstaunlich gering – woran liegt das? Und was kann man dagegen tun? Gleichzeitig stellt sich auch die Frage, in welchem Verhältnis der rechtsextrem motivierte Antisemitismus hierzu steht. Im Rahmen dieses Fachtags soll es darum gehen, welche Lehren aus den vergangenen zwanzig Jahren gezogen werden können und welche Konsequenzen daraus für die zukünftige Bekämpfung von Antisemitismus gefolgert werden können.
Für den theoretisch-wissenschaftlichen Hintergrund wird es zunächst eine Keynote von Prof. Dr. Fabian Virchow zu Antisemitismus im Rechtsextremismus sowie eine zweite Keynote von Prof. Dr. Samuel Salzborn zu Israelbezogenen Antisemitismus geben. In einer anschließenden Podiumsdiskussion werden dann Prof. Dr. Beate Küppers (Hochschule Niederrhein), Annetta Kahane (Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung), Michael Szentei-Heise (langjähriger Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf) und Dr. Remko Leemhuis (Director American Jewish Committee - Berlin Office) eine Bilanz der seit dem „Aufstand der Anständigen“ vergangenen 20 Jahre mit einem Ausblick verbinden, welche Herausforderungen in der Bekämpfung von Antisemitismus heute besonders dringend bewältigt werden müssen.

Programm
 

09:00 – 09:30 virtuelles Ankommen


09:30 – 10:00 Eröffnung mit Grußworten:
Michael Rubinstein (Direktor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf)
Serap Güler (Staatssekretärin MKFFI NRW)
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Antisemitismusbeauftragte des Landes
Nordrhein-Westfalen)


10:00 – 11:15 Keynote von Prof. Dr. Fabian Virchow (Hochschule Düsseldorf):
„20 Jahre Wehrhahnanschlag - Antisemitismus der extremen Rechten in Wort und Tat“


(11:15 – 11:30 Pause)


11:30 – 12:45 Keynote von Prof. Dr. Samuel Salzborn (Ansprechpartner des Landes Berlin für Antisemitismus):
„Antiisraelischer Antisemitismus als milieuübergreifende Integrationsideologie“


(12:45 – 13:30 Mittagspause)


13:30 – 15:00 Podium: Aufstand der Anständigen? Rückblick und Ausblick
Diskussion mit:
Michael Szentei-Heise (Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf a.D.)
Anetta Kahane (Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung)
Prof. Dr. Beate Küppers (Hochschule Niederrhein)
Dr. Remko Leemhuis (Director American Jewish Committee - Berlin Office)

Graphic Recording der Veranstaltung von Jonas Heidebrecht:

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2019

SABRA-Fachtagung 2019

»Was tun gegen Antisemitismus? – Befunde und Empfehlungen für die schulische Praxis«

Dienstag, 26. November 2019, 09.00 – 16.45 Uhr
Jüdische Gemeinde Düsseldorf, Paul-Spiegel-Platz 1 40476 Düsseldorf


Ob antisemitische Beschimpfungen im Alltag, Kampagnen zur Delegitimierung des Staates Israel oder die Verbreitung judenfeindlicher Memes in sozialen Netzwerken – antisemitische Vorfälle haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Wie wirkt man ihnen in pädagogischen Kontexten professionell entgegen? Wie erkennt man Antisemitismus in Israelbezügen und wie reagiert man darauf? Prof. Dr. Julia Bernstein und Marina Chernivsky gehen in ihren Keynotes auf neue Forschungsergebnisse zum Antisemitismus an Schulen und mögliche Lösungsansätze ein. In Workshops lernen die Teilnehmenden modellhafte Praxisbeispiele kennen. Ein Podium mit der Antisemitismusbeauftragten des Landes NRW, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, sowie Akteurinnen aus Schule und Forschung diskutiert über Handlungsempfehlungen für die Praxis. Durch die Veranstaltung führt Judith Schulte-Loh (WDR)

 

Keynotes:

»Antisemitismus im Alltag und in der Schule«

Prof. Dr. Julia Bernstein, Frankfurt University of Applied Sciences

 

»Neue Forschungserkenntnisse zum Antisemitismus an Schulen«

Marina Chernivsky, Leiterin Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

 

Adressat:innen: Lehrkräfte, Multiplikator:innen, Mitarbeiter:innen von Beratungsstellen für Antidiskriminierungsarbeit und außerschulischer Lernorte, Fachleitungen sowie Referendar:innen der Lehrerausbildung, Studierende und Lehrkräfte der Universitäten

 

Veranstaltende:

SABRA – Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus

Bildungspartner NRW

2018

DIALOGGRUPPE FÜR JÜDISCHE FAMILIEN

Dialoggruppen für jüdische Familien: am 21. November (Köln) und 22. November 2018 (Düsseldorf), gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der ZWST.

Expertengespräch "Gewalt im schulischen Kontext"

 

Am 11. Oktober 2018 fand im Ministerium für Schule und Bildung ein Expertengespräch zum Thema „Gewalt im schulischen Kontext“ statt.

Herr Staatssekretär Mathias Richter hat das Gespräch geleitet. Im Vorfeld dazu schrieb Ministerin Yvonne Gebauer folgenden Artikel im Kölner Stadtanzeiger: https://www.ksta.de/politik/gastbeitrag-von-nrw-ministerin-gebauer-wie-unsere-schulen-sicherer-werden-sollen-31423992  

In dem Gespräch ging es um vom Ministerium für Schule und Bildung zum Teil gemeinsam mit verschiedenen Akteuren, u.A. SABRA, auf den Weg gebrachte Maßnahmen, die zum Ziel haben, Schulen dabei zu unterstützen „sichere Orte“ zu sein. Unter dem Oberbegriff der Gewaltprävention müssen sich Schule und Schulverwaltung jedoch stets neu überprüfen. Ob über die bereits auf den Weg gebrachten Maßnahmen hinaus weiterer Handlungsbedarf besteht, wurde bei diesem Gespräch mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis erörtert werden. Dabei wurde auf der Grundlage des bereits vorhandenen und differenziert angelegten Unterstützungssystems Gründe und Gegenstrategien zu aktuellen „Gewaltphänomenen“ in verschiedenen Bereichen diskutiert.

Als Expertin wurde, neben Andreas Zick vom der Universität Bielefeld und Thomas Gödde, Leiter der Schulpsychologie, für den Bereich gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit unsere Mitarbeiterin Frau Sophie Brüss von SABRA als Expertin für Antisemitismusprävention eingeladen.

Die Veranstaltung stieß auf großes mediales Interesse:

https://www.sat1nrw.de/aktuell/massnahmen-gegen-gewalt-an-schulen-187708/

https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/schulen-gewalt-praevention-100.html

https://rp-online.de/nrw/panorama/gewalt-an-schulen-nrw-will-zusaetzliche-stellen-fuer-gewaltpraevention-schaffen_aid-33617055

Fachaustausch

ANTISEMITISMUS UND GEFLÜCHTETE
Aktuelle Debatten in der Migrationsgesellschaft

im NS Dokumentationszentrum der Stadt Köln am 25. April 2018

2017

Pressespiegel zur Eröffnung

Am 14. September 2017 eröffnete offiziell unsere Servicestelle. Wir freuen uns natürlich über den großen Anklang in der Presse.

Rheinische Post, 15.09.2017

Westdeutsche Zeitung, 15.09.2017

NRW-Direkt, 15.09.2017

Jüdische Allgemeine, 20.09.2017

Hagalil, 24.09.2017

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40476 Düsseldorf

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